{"id":12223,"date":"2022-03-18T00:34:02","date_gmt":"2022-03-17T23:34:02","guid":{"rendered":"http:\/\/rt-europaallee.org\/wordpress\/?p=12223"},"modified":"2022-03-18T00:36:36","modified_gmt":"2022-03-17T23:36:36","slug":"hogrefe-verlag-wenn-kinder-angst-vor-dem-krieg-haben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rt-europaallee.de\/wordpress\/2022\/03\/hogrefe-verlag-wenn-kinder-angst-vor-dem-krieg-haben\/","title":{"rendered":"Hogrefe Verlag: Tipps &#8222;Wenn Kinder Angst vor dem Krieg haben&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>(Quelle:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.hogrefe.com\/de\/thema\/wenn-kinder-angst-vor-dem-krieg-haben?fbclid=IwAR0B08rOZ1uS2S9mXDo7GsuL5Kzn4EMZMf6Zek-Zld0BVaZh4q-nhXvexj4\">https:\/\/www.hogrefe.com\/de\/thema\/wenn-kinder-angst-vor-dem-krieg-haben?<\/a>)<\/p>\n<blockquote>\n<div class=\"article__detail__intro\">\n<h3 class=\"headline headline--l\">Wenn Kinder Angst vor dem Krieg haben<\/h3>\n<p><time class=\"article__detail__date\" datetime=\"2022-03-16\"> 16. M\u00e4rz 2022 <\/time><\/p>\n<div class=\"article__detail__text\">\n<p>Die Bilder aus der Ukraine sind \u00fcberall und Kinder sehen sie mit Erschrecken: Brennende H\u00e4user und graue Bombenkrater. Weinende Menschen und vorr\u00fcckende Panzer. \u00dcberf\u00fcllte Z\u00fcge und verzweifelte Fl\u00fcchtlinge. Wie k\u00f6nnen wir als Eltern unseren Kindern jetzt helfen, um ihre \u00c4ngste vor dem Krieg zu bew\u00e4ltigen?<\/p>\n<\/div>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.hogrefe.com\/de\/index.php?eID=dumpFile&amp;t=p&amp;p=177762&amp;token=38325c6269629af9a60b7ceff79ddbd9b7d6a31b\" alt=\"\" width=\"1996\" height=\"1331\" \/><\/p>\n<\/div>\n<section id=\"c39979\" class=\"content clearfix\">\n<ul>\n<li><strong>\u00c4ngste annehmen und ausdr\u00fccken:<\/strong> Die Angst vor Krieg geht sehr tief. Denn in Kriegszeiten k\u00f6nnen wir uns nicht mehr darauf verlassen, dass die Menschen \u00fcberleben, die wir lieben, dass unser Zuhause und Heimat bestehen. Diese Angst k\u00f6nnen wir nur in ihrer ganzen Gr\u00f6\u00dfe annehmen, nicht relativieren oder rationalisieren. Es w\u00e4re uns lieber, wenn unsere Kinder sich nicht mit Gewalt, Zerst\u00f6rung und Leiden besch\u00e4ftigen m\u00fcssten. Aber diese sind im Moment Teil unserer Realit\u00e4t und daher m\u00fcssen unsere Kinder sie zum Ausdruck bringen d\u00fcrfen. Wir m\u00fcssen sie nicht dazu auffordern, doch wenn ein Kind von sich aus beginnt, \u00fcber seine Sorgen zu sprechen, sie im Spiel oder beim Gestalten und Malen aufzugreifen, ist das heilsam. Es hilft ihm beim Verarbeiten und Loslassen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Auf unsere Kinder eingehen: <\/strong>J\u00fcngere Kinder, die noch nicht zur Schule gehen, sollten wir nicht proaktiv auf den Krieg ansprechen, sondern abwarten, ob und was sie von sich aus thematisieren. Bei Schulkindern ist es wahrscheinlich, dass sie innerhalb der Klasse und von Freunden bereits mit dem Thema in Ber\u00fchrung kommen. Ihnen fehlt jedoch noch die Kompetenz, den Wahrheitsgehalt von Informationen nachpr\u00fcfen und Meinungen oder Zukunftsszenarien richtig einordnen zu k\u00f6nnen. Deshalb hilft es \u00e4lteren Kindern, wenn wir das Gespr\u00e4ch aktiv mit ihnen suchen, uns f\u00fcr das interessieren, was sie schon \u00fcber den Krieg geh\u00f6rt haben und welche Fragen sie noch haben.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Fragen aufgreifen und ehrlich beantworten: <\/strong>Unsere Kinder haben viele Fragen zum Krieg \u2013 warum gibt es ihn, was passiert da gerade, k\u00f6nnte es auch bei uns Krieg geben? Kinder m\u00fcssen sp\u00fcren, dass sie uns alle Fragen stellen d\u00fcrfen \u2013 auch, wenn wir auf manche keine Antwort haben. Wir k\u00f6nnen ihnen den Krieg erkl\u00e4ren als einen schlimmen Konflikt zwischen Erwachsenen, die noch so lange mit Waffen k\u00e4mpfen, bis friedliche L\u00f6sungen gefunden werden. Wir k\u00f6nnen auf Karten zeigen, wie weit das Kriegsgeschehen von uns entfernt ist, und betonen, dass sich weltweit sehr viele Menschen daf\u00fcr einsetzen, den Konflikt einzud\u00e4mmen und zu beenden. Versprechen, die sich nicht sicher einhalten lassen wie \u201ees ist bald vorbei\u201c oder \u201eso etwas w\u00fcrde hier niemals passieren\u201c, sollten wir nicht geben.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Authentisch bleiben: <\/strong>Unsere Kinder sp\u00fcren an unserer Stimme, Gesichtsausdruck und K\u00f6rpersprache, dass uns der Krieg besch\u00e4ftigt und besorgt. Das sollten wir ehrlich zugeben, ohne die Kinder damit zu \u00fcberfordern. Wer jetzt als Erwachsener an schlimmen \u00c4ngsten leidet, wer sp\u00fcrt, wie eigene oder Familien-Erlebnisse hochkommen und uns triggern, der sollte dies mit anderen Erwachsenen besprechen und sich, wenn n\u00f6tig, professionelle Hilfe suchen. Unseren Kindern gegen\u00fcber d\u00fcrfen wir ehrlich zugeben, ohne zu vertuschen oder zu dramatisieren \u201ees bedr\u00fcckt mich, dass Krieg ist\u201c. Den hilflosen Appell an unsere Kinder \u201edavor musst du keine Angst haben\u201c k\u00f6nnen wir besser ersetzen durch ein authentisches \u201eich w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, dass kein Kind Angst haben muss vor Krieg\u201c.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Informationen altersgem\u00e4\u00df einschr\u00e4nken: <\/strong>F\u00fcr unsere Kinder macht es einen gro\u00dfen Unterschied, in welcher Form sie Informationen aufnehmen. Wenn wir \u00fcber das Kriegsgeschehen in der Familie reden oder gemeinsam einen Artikel lesen, k\u00f6nnen wir Kinder besser vor Eindr\u00fccken sch\u00fctzen. Diese \u00fcberw\u00e4ltigen sie eher, wenn sie allein vor Radio, Fernseher oder Tablet sitzen. Geschriebenes wirkt weniger bedrohlich als Geh\u00f6rtes und die wiederum weniger als Gesehenes. Je j\u00fcnger unsere Kinder sind, umso wichtiger ist es jetzt, die technischen Einschr\u00e4nkungen und Schutzfunktionen unserer Medien zu nutzen und darauf zu achten, dass sie nur im gemeinsamen Raum eingeschaltet werden.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>\u201eKriegsfreie Zeiten\u201c vereinbaren: <\/strong>Da uns der Ukraine-Krieg besch\u00e4ftigt, ist die Versuchung gro\u00df, sich rund um die Uhr auf dem Laufenden zu halten. Das tut aber weder kleinen noch gro\u00dfen Menschen gut. Wir Eltern k\u00f6nnen vorleben, dass wir uns nur zu bestimmten Zeiten informieren und unseren Kopf bewusst freihalten von Kriegs-Bildern und -Informationen zu anderen, wie etwa der Zeit direkt vor dem Zu-Bett-Gehen. So merken unsere Kinder, dass diese Pausen f\u00fcr die eigene seelische Gesundheit richtig und wichtig sind, trotz aller Sorge um die Menschen in der Ukraine.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Den Blick auch auf Hilfe und Solidarit\u00e4t richten: <\/strong>Viele Organisationen und Menschen bem\u00fchen sich jetzt darum, das Leid der Fl\u00fcchtlinge zu lindern und den Krieg in der Ukraine zu beenden. Es ist f\u00fcr das Weltbild und Wohlbefinden unserer Kinder sehr wichtig, zu h\u00f6ren und tief zu verinnerlichen: \u00a0Menschen k\u00f6nnen nicht nur gewaltt\u00e4tig und zerst\u00f6rerisch sein, sondern auch hilfsbereit, mitf\u00fchlend und solidarisch zusammenarbeiten.Manchmal geht dies in der Berichterstattung der Medien unter, aber wir k\u00f6nnen gezielt nach solchen Berichten Ausschau halten und sie miteinander teilen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Eigene W\u00fcnsche und Hoffnungen ausdr\u00fccken: <\/strong>#HopeForUkraine ist einer der Hashtags, die im Moment am h\u00e4ufigsten gesucht werden. Aus der Resilienz-Forschung wissen wir, dass Hoffnung und Zuversicht echte Schutzfaktoren sind, die uns vor Angstzust\u00e4nden und Depressionen sch\u00fctzen. J\u00fcngeren Menschen tut es ebenso gut wie \u00e4lteren, wenn sie kreativ oder spirituell zum Ausdruck bringen, was sie sich w\u00fcnschen und auf was sie hoffen. Wir k\u00f6nnen mit unseren Kindern \u00fcber die Vision einer friedlichen Welt schreiben oder ein Bild malen f\u00fcr uns, f\u00fcr Schule oder Gemeinde, f\u00fcr soziale Medien oder als Plakat im Fenster. Wir k\u00f6nnen f\u00fcr den Frieden singen, eine besondere Kerze anz\u00fcnden oder &#8211; wenn es uns liegt \u2013 zu Hause und im Friedens-Gottesdienst beten oder meditieren.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Selbst aktiv werden: <\/strong>In Aktion gehen, seine Selbstwirksamkeit wieder sp\u00fcren, hilft uns beim Umgang mit \u00c4ngsten. Unsere Kinder sp\u00fcren: Wir k\u00f6nnen das gro\u00dfe Problem nicht l\u00f6sen und den Krieg nicht beenden \u2013 aber wir werden in unserem kleinen Umfeld aktiv. Als Familie k\u00f6nnen wir f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge sammeln, Sach- oder Geldspenden leisten. Vielleicht wird in unserer N\u00e4he f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge musiziert oder verkauft, vielleicht m\u00f6gen wir uns mit praktischer Hilfe beteiligen oder an einer Friedens-Demonstration teilnehmen. So sp\u00fcren Kinder \u201eich kann selbst etwas tun und stehe meiner Angst vor dem Krieg nicht nur gel\u00e4hmt und hilflos gegen\u00fcber\u201c. Wichtig dabei ist, dass Eltern absch\u00e4tzen, was und wieviel unseren Kindern noch guttut, und wann sie beginnen, sich von Menschenmengen, anstrengenden Aktivit\u00e4ten oder miterlebtem Leiden \u00fcberfordert zu f\u00fchlen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Ein Motto f\u00fcr die Zeit des Ukraine-Krieges entwickeln:<\/strong> M\u00f6glicherweise haben wir Eltern schon ein Lieblings-Zitat, Bild oder Ritual, das uns in unsicheren Zeiten Kraft gibt? Dann ist jetzt eine gute Zeit, dies mit unseren Kindern zu teilen und, wenn wir m\u00f6gen, sogar in unserem Zuhause sichtbar zu machen. F\u00fcr uns pers\u00f6nlich ist es dieses Zitat von Mahatma Gandhi: \u201e<em>Wenn ich verzweifle, dann erinnere ich mich, dass durch alle Zeiten in der Geschichte der Menschheit die Wahrheit und die Liebe immer gewonnen haben. Es gab Tyrannen und M\u00f6rder und eine Zeitlang schienen sie unbesiegbar, doch am Ende scheitern sie immer. Denke daran \u2013 immer.\u201c<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/section>\n<section id=\"c40003\" class=\"content clearfix content--azure\">Wir m\u00f6chten kriegstraumatisierten Kindern in der Ukraine beim Bew\u00e4ltigen ihrer \u00c4ngste helfen. Daher spenden die beiden Autor*innen ihren Erl\u00f6s aus den Verk\u00e4ufen des Buches <a href=\"https:\/\/www.hogrefe.com\/de\/shop\/huch-die-angst-ist-da-93742.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">&#8222;Huch, die Angst ist da!&#8220;<\/a> im M\u00e4rz und April an die Stiftung Voices. Diese koordiniert und finanziert die Arbeit von ukrainischen Psychologen vor Ort mit Kindern und Familien, die vom Krieg betroffen sind.<\/p>\n<div id=\"c40003\" class=\"button__list button__list--no-space\"><a class=\"button button--red\" href=\"https:\/\/voices.org.ua\/en\/who-we-are\/\" data-modal-link=\"0\"> Zur Stiftung Voices <\/a><\/div>\n<\/section>\n<section id=\"c39980\" class=\"content clearfix frame-default frame-type-list frame-layout-0\">\n<div class=\"tx-ttaddress\">\n<div class=\"tt-address\">\n<div class=\"tt-address__item\">\n<div class=\"tt-address__left\"><\/div>\n<div class=\"tt-address__right\">\n<div>\n<p><strong>(Huch, die Angst ist da!<\/strong><br \/>\nWie sich Kinder und Eltern mit ihrem Angstmonster auss\u00f6hnen k\u00f6nnen<br \/>\nvon\u00a0Ulrike L\u00e9g\u00e9, Fabian Grolimund)<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section id=\"c\" class=\"content clearfix frame- frame-type- frame-layout-\"><\/section>\n<\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Quelle:\u00a0https:\/\/www.hogrefe.com\/de\/thema\/wenn-kinder-angst-vor-dem-krieg-haben?) Wenn Kinder Angst vor dem Krieg haben 16. M\u00e4rz 2022 Die Bilder aus der Ukraine sind \u00fcberall und Kinder sehen sie mit Erschrecken: Brennende H\u00e4user und graue Bombenkrater. Weinende Menschen und vorr\u00fcckende Panzer. \u00dcberf\u00fcllte Z\u00fcge und verzweifelte Fl\u00fcchtlinge. Wie k\u00f6nnen wir als Eltern unseren Kindern jetzt helfen, um ihre \u00c4ngste vor dem Krieg zu &#8230; <a title=\"Hogrefe Verlag: Tipps &#8222;Wenn Kinder Angst vor dem Krieg haben&#8220;\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/rt-europaallee.de\/wordpress\/2022\/03\/hogrefe-verlag-wenn-kinder-angst-vor-dem-krieg-haben\/\" aria-label=\"Mehr Informationen \u00fcber Hogrefe Verlag: Tipps &#8222;Wenn Kinder Angst vor dem Krieg haben&#8220;\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-12223","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/rt-europaallee.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12223","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/rt-europaallee.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/rt-europaallee.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rt-europaallee.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rt-europaallee.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12223"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/rt-europaallee.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12223\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12226,"href":"https:\/\/rt-europaallee.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12223\/revisions\/12226"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/rt-europaallee.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12223"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/rt-europaallee.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12223"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/rt-europaallee.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12223"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}