13.02.2026Untersuchungen auf Kampfmittel im Kiessee
Am Dienstag, 24. Februar 2026, und Mittwoch, 25. Februar 2026 finden am westlichen Ufer des Kiessees in Höhe der Bootshäuser Kampfmitteluntersuchungen statt. Die Arbeiten beginnen jeweils um 8.00 Uhr morgens. Sie dauern am 24. Februar bis zum Einbruch der Dunkelheit, am 25. Februar bis etwa 16.00 Uhr (Zeiten können bei Bedarf abweichen).
Hierzu werden Taucher des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Niedersachsen (KBD) gemeinsam mit sechs Tauchern der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen (ZPD) einen Bereich von ungefähr 450 Quadratmetern nach Munition und anderen Kampfmitteln absuchen. Auslöser ist die vorgesehene Entschlammung des Kiessees durch die Stadt Göttingen.
Während der Untersuchungen darf der Außenbereich der Bootshäuser (Sandweg 9a bis 13) nicht genutzt werden. Sämtliche Innenräume können wie gewohnt genutzt werden. Auch das Restaurant Kredo bleibt geöffnet. Der Tretbootverleih muss geschlossen bleiben, was witterungsbedingt voraussichtlich ohnehin der Fall gewesen wäre. Alle betroffenen Eigentümer*innen, Pächter*innen und Vereine wurden durch die Stadt Göttingen bereits informiert.
Falls Munitionsreste und kleinere Kampfmittel gefunden werden, werden diese abtransportiert. Auch auf den Fund von nicht verladungsfähigen Kampfmitteln, die kontrolliert gesprengt werden müssten, ist der KBD vorbereitet. In diesem Fall würde es zu einer kurzzeitigen Sperrung des Sandwegs zwischen den Hausnummern 9a und 13 und zu einer kurzzeitigen Evakuierung der dortigen Gebäude kommen. Die Stadtverwaltung dankt dem Sport-Angelklub Göttingen e.V., der betroffenen Personen für diesen Fall in seinem Vereinsheim (Sandweg 15) eine vorübergehende Aufenthaltsmöglichkeit anbietet.
Sollte sich an den genannten Tagen eine undurchdringliche Eisschicht auf dem Kiessee befinden, wird es kurzfristig zu einer Verschiebung der Maßnahme kommen.
Die Kampfmitteluntersuchungen erfolgen auf Basis einer Zeitzeugenaussage. 2021 war im Rahmen eines Zeitzeugenaufrufs der Stadt Göttingen der Hinweis eingegangen, dass kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs Munition und kleinere Kampfmittel mit mehreren LKW in Höhe der heutigen Bootshäuser im Kiessee versenkt worden seien. Historische Luftaufnahmen der Alliierten aus dieser Zeit weisen auf LKW-Bewegungen in diesem Bereich hin. Zudem wurden im Jahr 1960 in diesem Abschnitt Munitionsreste gesichtet und dokumentiert.